Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus
Im Juni 2016 wurde eine Studie zu Prävalenz und Versorgungssituation von Menschen mit Demenz im Krankenhaus vorgestellt, die erstmalig generalisierbare Zahlen vorlegt. Laut GHoSt (General Hospital Study) haben 40 % der über 65jährigen Patienten in Allgemeinkrankenhäusern eine kognitive Beeinträchtigung bzw. Demenz. Die Fachbereiche mit den höchsten Anteilen von Patienten mit Demenz sind die Innere Medizin und die Unfallchirurgie. Wir freuen uns, dass wir mit Dr. Horst Bickel den Projektleiter dieser Studie gewinnen konnten, der uns die zentralen Ergebnisse der repräsentativen Studie vorstellen wird. Die Versorgung dieser wachsenden Zahl älterer Patienten stellt besondere Anforderungen an Krankenhäuser. Diagnostik und Therapie nimmt häufig mehr Zeit in Anspruch und erhöht den Aufwand für Ärzte und Pflegekräfte. Gleichzeitig besteht ein hohes Risiko für Komplikationen, was wiederum längere Liegezeiten nach sich zieht. Es existieren bereits einige Lösungsansätze. Zwei davon möchten wir Ihnen auf dieser Tagung vorstellen. Prof. Dr. Norbert Wrobel wird die Alterstraumatologie als einen Lösungsansatz für die akutmedizinische Versorgung von Menschen mit Demenz in der Unfallchirurgie vorstellen. Dr. med. Simone Gurlit leitet am St. Franziskus Hospital Münster die Abteilung der perioperativen Altersmedizin und hat dort schon seit vielen Jahren erfolgreich Maßnahmen zur Vermeidung eines Delirs eingeführt, die sie uns in ihrem Vortrag vorstellen wird.
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